Über das Forum

Das Forum Augsburg lebenswert ist ein parteipolitisch unabhängiger Verein, in dem verschiedene Augsburger Initiativen und Organisationen aus dem Bereich Verkehr und Umwelt (siehe Mitglieder im Forum) vertreten sind. Außerdem gehören dem Forum Einzelmitglieder an.

Warum wir uns engagieren

Im Zeitalter der Globalisierung ist auch unsere Stadt einem rasanten und tiefgreifenden Wandel unterworfen. In der Umsetzung des Mottos „Global denken – lokal handeln“ möchten wir mithelfen, dass dieser Wandel zum Wohl der Augsburger, aber auch der weltweiten Entwicklung geschieht. Der Prozess der Lokalen Agenda 21 gibt hierfür einen guten Rahmen. Auch für Augsburg muss ein Weg gefunden werden, der Umweltziele, soziale Aspekte und wirtschaftlichen Nutzen in angemessener Weise berücksichtigt.
Ein besonderes Problem ist dabei die Bewältigung der Mobilitätsbedürfnisse der Stadt und ihres Umlandes. Bisher ist der motorisierte Verkehr das Umweltproblem Nr. 1 auch in Augsburg. Die Lärm- und Luftbelastung übersteigt teilweise die gesetzlichen Grenzwerte. Die Innenstadt Augsburgs ist deswegen zur Zeit alles andere als lebenswert. Der Straßenbau zerstört nicht nur innerstädtische Grünstrukturen, sondern verschlingt auch ungeheure Summen, die für andere städtische Aufgaben fehlen (z.B. für kulturelle Einrichtungen, Sanierung, Bauunterhalt).

Wir meinen:

Mobilität hat in unserer Gesellschaft einen hohen Stellenwert. Wenn allerdings der Verkehr unsere Lebensgrundlagen nicht sichert, sondern zerstört, ist es höchste Zeit, über neue Wege nachzudenken.
Im Interesse Augsburgs als bayerisches Umweltkompetenzzentrum und als schwäbisches Oberzentrum muss es sein, für die Mobilitätsbedürfnisse seiner und der Bewohner des Umlandes innovative, zukunftsfähige Lösungen zu finden. Wesentliche Indikatoren für eine erfolgreiche Verkehrspolitik sind die Senkung des CO2-Ausstoßes, des Lärms und der Luftschadstoffe. Planungen müssen über das gesetzlich vorgeschriebene Maß hinaus frühzeitig mit den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern diskutiert und ihre Vorstellungen im Sinne einer breiten Akzeptanz in die Entscheidungen einbezogen werden.

Deshalb fordern wir:

  • flächenhafte Verkehrsberuhigung in der Innenstadt
  • entschiedenen Vorrang für den Umweltverbund (Fußgänger, Radler, Öffentlicher Nahverkehr) gegenüber dem Auto (motorisierter Individualverkehr)
  • keine neuen Straßenbauten
  • Reduzierung von Parkraum in der Innenstadt (ausgenommen Anwohnerparken), keine neuen Parkhäuser oder Tiefgaragen in der Innenstadt
  • umfassende und wirksame Parküberwachung und Geschwindigkeitskontrollen
  • Förderung des Radverkehrs durch ein flächendeckendes Netz an attraktiven Radwegeverbindungen und Wegweisern
  • schnelle Erweiterung des Trambahnnetzes
  • weitere Maßnahmen zur bevorzugten Beschleunigung von Tram und Bus
  • schnelle Einführung des Regional-S-Bahn-Systems
  • Überprüfung der Verkehrsentwicklung an Nachhaltigkeitsindikatoren
  • Erhaltung und Vernetzung innerstädtischen Grüns
  • behutsame Weiterentwicklung der historischen Substanz der Stadt